TGAchtziger
Zurückversetzt in die 80ziger Jahre funkelte und glitzerte die Altstädter Turnhalle beim diesjährigen TGA-Ball - Discokugel und Tetris versetzen die Besucher in den typischen 80er Jahre Move.
Leggins, Schweißbänder, Stulpen, Neonfarben weit und breit, Männer mit der feinsten Dauerwelle, Frauen mit hochtoupierten Haaren und Föhnfrisuren, Hauptsache übertrieben und schrill präsentierten sich nicht nur die Sportlerinnen und Sportler beim Programm sondern auch die zahlreich erschienenen Besucher und Freunde der Turngemeinde Rottweil-Altstadt.
Wie bereits aus dem schwäbischen Vorabendprogramm bekannt, führten das Äffle und Pferdle durch das abwechslungsreiche Programm. Mit einschlägigen Intos moderierten sie die jeweiligen Auftritte an.
Gleich zu Beginn brachten die jüngeren Mädels der D und C Jugend unter der Leitung von Luisa und Emilia mit Footloose die Halle ordentlich in Stimmung. Ganz wie im Film versprühten die Mädels mit ihren Hebefiguren, Turn- und Tanzelementen Begeisterung bei den Anwesenden und brachten die Veranstaltung so richtig in Fahrt.
Die aktiven Turner gaben einen realistischen Eindruck in die vergangenen Jahrzehnte und präsentierten die Legenden des Vereins beim Bundesliga Wettkampf. So duellierten sie sich im Bodenturnen oder am Barren erfolgreich. Das ein oder andere Auge blieb dabei nicht ganz trocken und man erkannte sich selbst oder einen treuen Sportsfreund schnell wieder. Unterstützt wurden die Herren bei ihrem Wettkampf durch die Cheerleader der TGA. Die E-Jugend der Jungen legten nicht nur dank ihres pinken Kostüms und glitzernden Pompons einen stilsicheren Auftritt hin. Beim abschließenden Tanz zeigten Fußballer und Turner einen lustigen Einblick, wie sich die Siegesfeiern im Vereinsheim wohl so abgespielt haben in den 80iger Jahren.
Ein kurzer Hinweis vom Äffle und Pferdle, wie es damals im Fernsehen üblich war, lies den ein oder anderen schon erahnen was jetzt folgt. Ein Einspieler mit Bildern einer bekannten ortsansässigen Fachklinik eröffnete die Persiflage auf die Schwarzwaldklinik. Wer hätte es gedacht? Endlich gibt es eine Altstadtklinik. Und die hat dank der TGA auch ordentlich etwas zu tun. Sei es der Vorstand Tobias Seeger selbst, der auf die fachkundige Expertise der Doktoren Brinkmanns angewiesen ist, nachdem der sich beim Walking Football schwer an der Achillessehne verletzt hat. Gefolgt von Mark Schinzel, der die neue Trendsportart der TGA auch ausprobieren wollte und merkte, dass man sich auch beim gehen verletzt kann. Anders dagegen die jüngeren Patienten, wie Moritz Hugger, der den Mädels gern mit einen „Durchschlagsprung“ in der Luft imponieren wollte und anschließend selbst zu einem der vielen neuen Patienten der Altstadtklinik wurde.
Genug von Gebrechen und Wehwehchen – die Mädels um Ines räumten erstmal ordentlich auf. Empört vom Dreck der Altstadtklinik putzen sie im Tanz die Bühne sauber. Nach getaner Arbeit durfte eine Party natürlich nicht fehlen und die macht nur so richtig Spaß, wenn auch die Jungen dabei sind. Also zeigten die Jungen und Mädels vom Leistungsturnen wieder einmal, was sie im Training so alles lernen und dass man dies auch gut in Tanzeinlagen verpacken kann.
Die TGA steht für nicht nur für erfolgreiches Turnen und Fußball, sondern auch für Innovation. Deshalb treffen sich regelmäßig Sportsvereinsmitglieder zum regen Austausch, wie man die TGA noch weiterbringen kann. Sie nutzen die Zeit nach dem Training nicht nur zum gemütlichen Zusammensitzen, sondern auch um eine zündende Idee zu entwickeln. Von Graßski über Apres-Schischa-Bar bis hin zur dauerhaften Nutzung des nahegelegenen Liftes am Dissenhorn für Bobfahren ist alles dabei. Dafür muss man sich fit halten, also wurde das Publikum gleich mal zur gemeinsamen Skigymnastik eingeladen.
Und wen es bisher noch nicht von den Bänken geholt hat, den hat es beim letzten Programmpunkt erwischt. Die aktiven Turnerinnen heizten am Ende dem Publikum nochmal so richtig ein. Nicht nur das 80ziger getreuen Sportoutfit der Damen zog die Blicke auf sich. Die Arobic-Gruppe präsentierte die Trendsportart der 80 Jahre unter der Leitung von Indra und sorgte für viele Zugaben und läuteten damit eine feierlustige Nacht in der Turnhalle Altstadt ein.
Neben den gut gelaunten Gästen, den großartigen Programmdarbietungen und der guten Musik von The Mantics sorgte das Team der Küche um Gudrun und Steffi für eine tolle Atmosphäre. Zusammenfassend lässt sich sagen, der Abend verlief wie in den 80er Jahren – eine Zeit der bunten Übertreibung und des technologischen Aufbruchs, der sich in Mode, Musik und Lifestyle widerspiegelte.








