Die AH Fußballer der TGA ließen sich vom Regen nicht unterkriegen.
Für die 32. Radtour der Vereinsgeschichte hatte der Leiter der AH-Fußballabteilung Jürgen Höss das Nördlinger Ries auserkoren.
Auf Grund der großen Entfernung brachen am vergangenen Wochenende die RadlerInnen der TGA bereits im Laufe des Freitags mit ihren Fahrzeugen in Richtung Ostalb auf, um in Nördlingen ihr Quartier zu beziehen. Beim gemeinsamen Abendessen war allerdings nicht der Tourverlauf, sondern die Vorhersagen der verschiedenen Wetter-Apps das bestimmende Thema.
Am Samstagmorgen mussten die Drahtesel allerdings in der Tiefgarage bleiben, der Himmel hatte leider seine Schleusen geöffnet. Die 23 TeilnehmerInnen bestiegen stattdessen die PKW, um den Naturführer auf der Burg Harburg, anstatt wie geplant auf dem Bockberg, zu treffen. Bei dem einstündigen Vortrag wurde die Gruppe mit astronomischen Zahlen konfrontiert. Der Meteorit, der vor 14,6 Millionen Jahren das Nördlinger Ries erzeugte, hatte ungefähr einen Durchmesser von 1,5 km. Er schlug mit einer Geschwindigkeit von über 70000 km/h ein, es entstanden dabei einen Druck von mehreren Millionen bar und eine Temperatur von mehr als 20000 Grad Celsius.
Regen stört die Planung
Der Plan nachmittags eine verkürzte Radtour zu unternehmen fiel leider ins Wasser. Anstatt mit den Rädern erkundeten die AH'ler per Pedes Donauwörth. Wieder in Nördlingen zurück, hatte es endlich aufgehört zu regnen. Die meisten nutzten die Gelegenheit, um die mittelalterliche Altstadt und die 2,7 km lange Stadtmauer zu erkunden. Bei dieser handelt es sich um Deutschlands einzige vollständig erhaltene Stadtmauer mit rundum begehbarem Wehrgang.
Am Sonntagmorgen konnten die AH'ler bei zwar kühlen Temperaturen, aber trockenem Wetter ihre Räder satteln. Der erste kurze Halt erfolgte am Kloster Kirchheim am Ries. Vorbei am 668 m hohen Ipf und Schloss Baldern erreichte die Gruppe nach ca. 500 hm den idyllische Stausee Stockmühle, wo die erste Pause eingeplant war.
Nach dem Frühschoppen führte die Route über Lauchheim, mit Blick auf die Kapfenburg, nach Bopfingen. Beim dort stattfindenden, kleinen Stadtfest konnte sich jeder nach eigenem Gusto für den Endspurt stärken. Da die nächste Regenfront im Anmarsch war, wurde entschieden die Direttissima nach Nördlingen zu nehmen und nicht, wie geplant, die Keltensiedlung am Ipf anzusteuern. Wohlbehalten am Ziel angekommen, erfreute der abschließende Halt am Denkmal des legendären Gerd Müller (Bildmitte) vor allem die Bayern Fans unter den TGA'lern.