TGA gewinnt Doppelwettkampf gegen Münchingen und Holzgerlingen
Trotz eines Altersunterschiedes von über 36 Jahren schaffte es die TGA, mit einer geschlossenen Mannschaftleistung die Verletzungen aufzufangen, und gewann den Kreisligawettkampf mit 130,4 Punkten gegen Holzgerlingen (129,55) und Münchingen mit 110,3 Punkten.
Vielleicht waren es auch die neuen Trikots, die pünktlich vom neuen Sponsor, dem Lohnsteuerhilfeverein, zum Heimwettkampf ausgegeben wurden, die den TGAlern einen Sieg einbrachten und, was in dieser Saison viel wichtiger ist, keinen weiteren Verletzten hervorriefen.
Normalerweise gehört der Boden zu einer der Stärken der TGA, doch wusste man nach den Ausfällen von Daniel Schmid und Stefan Kienzle nicht, wie man die Ausfälle kompensieren kann. Am Anfang der Saison eigentlich jeweils für zwei Geräte vorgesehen, musste Sven Hauser einen Sechskampf turnen und Wolfgang Staiger die TGA an drei Geräten unterstützen.
Am Boden sah es dann, nach sehr schönen Übungen von Elias del Core (5,95) und Franz Bader (6,8) und den Oldies Wolfgang Staiger mit (6,1) und Sven Hauser mit 6,6 Punkten, trotzdem noch sehr gut aus. Eigentlich sehr überraschend musste man dann das Seitpferd der SpVgg Holzgerlingen überlassen, die das Gerät mit 1,6 Punkten Vorsprung für sich entschieden. Gelungene Übungen von Franz B. und Sven H. brachten dann die TGA an den Ringen wieder in die Erfolgsspur zurück, und man führte knapp nach diesen drei Geräten.
Obwohl Stefan Kienzle, der eigentlich verletzungsbedingt zuschauen musste, den 5. Mann am Sprung stellte, musste man um 0,1 Punkte auch den Sprung an Holzgerlingen abgeben. Mit 6,45 Punkten zeigte Franz Bader den einfachen Überschlag als Sicherheitssprung, da er sich auf keinen Fall vor seinem Abitur noch verletzten wollte. Sehr deutlich, mit fast 2 Punkten Rückstand, musste man den Barren auch wieder an Holzgerlingen abgeben. Übungen von Florian Jentsch (3,6), Simon Kanthak (4,0), Franz Bader (5,15) und Sven H. (5,3) reichten nicht, um die starke Leistung von 20,7 Punkten von Holzgerlingen zu erreichen. Mit knappen 2 Punkten Rückstand auf Holzgerlingen gingen die Turner an das letzte Gerät.
War in der Vergangenheit das Reck mit Abstand die große Schwäche der TGAler, zählt man heute das Königsgerät zu einem der stärkeren Geräte. Begonnen hat das letzte Gerät zwar mit kleineren Fehlern von Elias del Core und Simon Kanthak, aber spätestens nach der Übung von Franz Bader konnte man auf die weiteren Übungen von Wolfgang Staiger und Sven Hauser weitere Hoffnungen setzen. So bekam Wolfgang 5,6 Punkte und Sven Hauser mit seinem Doppelsaltoabgang sogar 6,35 Punkte, was die Gerätewertung klar und den Gesamtsieg knapp bedeutete.
Aufgrund der guten Leistungen und um weitere wichtige Erfahrungen im Kürbereich zu sammeln, hat sich die Mannschaft entschlossen, am Aufstiegswettkampf in die Bezirksliga am 29.04.2006 in Ludwigsburg teilzunehmen. Einerseits ist man voller Erwartung, die Übungen zu verbessern und die verturnten Übungen zu perfektionieren, andererseits weiß man, dass ein möglicher Aufstieg für diese Mannschaft noch zu früh kommen würde.
(leicht abgeändert erschienen im Schwarzwälder Bote, 12.04.2006)

