TGA-Ball 2006

Bunte Mischung aus Akrobatik und Wortwitz
Altstädter Turnhalle beim TGA-Ball bis auf letzten Platz besetzt / Holländer abgezockt

Volle Hütte: Bis auf den letzten Bierbankanteil besetzt war die Altstädter Turnhalle beim Fasnetsball der TGA. Eine bunte Mischung aus Akrobatik und Wortwitz ließ die fasnetliche Stimmung im ältesten Stadtteil Baden-Württembergs weiter in die Höhe schnellen.

Teuflisch kam der TGA-Boss auf die Bühne und betrachtete seinen Verein aus einem Blickwinkel unterhalb der Grasnarbe.
Im nächsten Programmpunkt kehrte jugendliche Frische zurück: Mehr als 40 Akteure unterschiedlicher Altersstufen präsentierten den TGA-Zirkus mit wilden Löwen, kühnen Einradfahrerinnen, verwegenen Inline-Skatern, muskelprotzenden Akrobaten, irrsinnigen Speedjumpern und todesmutigen Seilspringern.
„Girls, Girls, Girls“ – ein Hit nicht nur für verwöhnte Ohren, sondern an diesem Abend auch für viele Augenpaare beim Ballett der jungen TGA-Damen.
Eine Bauchladen-Händlergruppe versuchte nicht nur Verhütendes an den Mann oder die Frau zu bringen, sondern förderte auch so manches tiefliegendes Geheimnis ans Tageslicht. Und dann hatte sich die Vorstandschaft der TGA wieder einmal eine sinnlose Fortbildungsveranstaltung verordnet. Heraus kam lediglich ein Tanz, bei dem Can-Can-Komponist Jacques Offenbach vermutlich zum Propeller im Sarg geworden ist.
Ein Drama in mehreren Teilen erlebten die Besucher beim Besuch eines bemitleidenswerten holländischen WM-Touristenpaares (Jutta Haller, Armin Frank), die mit zu kleinem Auto und zu großem Wohnwagen anreisten. Ob von Verkehrspolizist, altem Rentner oder Securityman (alle Roland Vogel), stets wurden die beiden, auch wegen ihrer Unkenntnis der deutschen Sprache gnadenlos abgezockt.
Längst zur Tradition geworden kündigte Moderator Hubert Ernst zum Finale die vereinseigenen „Loops“ an, die wiederum in bestechender Manier Tanz, Akrobatik und Rock’n’Roll in einer rasanten Show verbanden. Dann hieß es Bühne frei für eine lange Tanznacht.

(Schwarzwälder Bote, 13.02.2006)