Der Ball der Turngemeinde Rottweil-Altstadt hatte ein buntes Programm zu bieten
Rottweil-Altstadt (ms/wis). Wenn Sportler, im besonderen Turner, einen Ball veranstalten, verspricht dies nicht nur einen lustig-geselligen Abend, sondern auch hochkarätige sportliche Highlights. Und eben diese bekamen die Zuschauer des neunten TGA-Balls zu genüge zu sehen.
Die Altstädter Turnhalle war am Samstagabend mit 400 Zuschauern restlos ausverkauft, für ein erwartungsvolles Publikum konnte es – 14 Tage nach dem Kabisball – nochmals richtig „in die Vollen“ gehen.
Nachdem Vorsitzender Thomas Mattes von einem Himmelbett aus die Besucher begrüßt und seinen vereinseigenen „Pappenheimern“ auch ein wenig die Leviten gelesen hatte, sorgten die Nachwuchsturner als „Synchronschwimmer“ für gekonnte Darbietung aus Klamauk und sportlichem Können. Die „Piraten“ der jüngsten weiblichen Jugend überzeugten gleichermaßen mit einem anmutigen Vortrag aus Tanz und Gymnastik.
Saalfasnet pur war beim Sketch „Keine Sprechstunde in der Arztpraxis“ und dem „Klagelied einer Ehefrau“ angesagt, die gute Stimmung in der Halle damit längst gesichert, zumal zwischendrin auch ein neckischer Tanzauftritt der älteren Nachwuchsturnerinnen die Herzen höher schlagen ließ.
Mit ihrem „Lollipoptanz“ zeigte alsbald die Vorstandschaft, dass sie doch auch noch selbst über erstaunlich viel Bewegungsdrang verfügt. Und als der Sketch „Die Insel“ mit den Worten „Ähnlichkeiten mit im Saal befindlichen Personen sind rein zufällig“ angesagt wurde, bereitete sich das Publikum schon auf viele Spitzen vor. Und in der Tat wurde dabei auch reichlich schwarzer Humor serviert.
Als Hubert Ernst den letzten Programmpunkt anmoderierte, wussten die Meisten schon Bescheid: Es war wieder einmal Zeit für die „Loops“.
Ihre rasante Mischung aus akrobatischen Turneinlagen und rhythmischem Rock’n’Roll-Tanz sorgte nochmals für wahre Beifallsstürme. Dass ein solches Fest auch von einer guten Bewirtung lebt, liegt auf der Hand. Doch auch hierbei verfügt die TG Rottweil-Altstadt über ein reichhaltiges „know-how“.
Und wenn – so gegen Mitternacht – sich das Programm zu Ende neigt, ist für den Ball noch lange nicht das Ende eingeläutet, zumal die seit langem bewährte Ball-Band und die Musikvereinsjugend mit ihrem Können nicht geizen.
(Schwarzwälder Bote, 31.01.2005)
